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Jusos Sachsen wählen neuen Vorsitzenden – Lehrkräftemangel und Urheberrechte im Fokus der Jusos

Pressemitteilung

Jusos-Mittelsachsen auf der Landesdelegiertenkonferenz in Borna 2012

Auf der Landesdelegiertenkonferenz der sächsischen Jungsozialistinnen und Jung-
sozialisten am 28. Juli in Borna wurden Teile des Landesvorstandes neu besetzt.
Tino Bucksch trat nach 3 Jahren als Vorsitzender von seinem Amt zurück. Auf ihn
folgt der 26-jährige Tommy Jehmlich, der gerade sein BWL-Studium in Freiberg ab-
schließt und 76% der Stimmen erhielt.

Caroline Hühn aus Dresden und Katharina
Schenk aus Leipzig übernehmen die Funktionen der stellvertretenden Vorsitzenden.
Des Weiteren wurden Julia Becker (Chemnitz), Benjamin Göhler (Markranstädt) und
Tobias Neidel (Oelsnitz) in den Landesvorstand nachgewählt.

Jehmlich betonte in seiner Vorstellungsrede und in der anschließenden Diskussion
mit dem Generalsekretär der sächsischen SPD, Dirk Panter, dass die Jusos für linke
Mehrheiten in Sachsen kämpfen wollen: „Unsere Generation muss für Zukunftschan-
cen in Sachsen kämpfen. CDU und FDP sind dabei diese abzuschaffen, da müssen
die Jusos dagegen halten. Dazu zählt insbesondere, dass wir endlich mehr Lehrkräf-
te einstellen und in die Schulen investieren. Die blinde Sparwut von CDU und FDP
zerstören die Perspektiven einer ganzen Generation." erklärte Jehmlich. Analog zu
dieser Position wurde bei lediglich einer Enthaltung auch ein Antrag verabschiedet,
der die SPD in Bund und Land auffordert, jenseits von CDU-Regierungsbeteiligungen
für Mehrheiten zu werben und Koalitionen anzustreben. Weitere Themenschwer-
punkte der Jusos Sachsen sind zudem gerechte Arbeitsmarktchancen für Berufsein-
steigerInnen sowie Freiheitsrechte und das Engagement gegen Neonazis. "Freiheit
im Netz ist gerade für unsere Generation ein wichtiges Thema. Für uns Jusos ist die
Vorratsdatenspeicherung ein Dorn im Auge. Wir glauben nicht, dass sie zielführend
ist, zudem setzt sie jede Bürgerin und jeden Bürger dem Generalverdacht, Straftaten
zu begehen, aus.“ so Jehmlich abschließend.

Auf der Landesdelegiertenkonferenz, die unter dem Titel „Wir sind konservativ – seit
über 100 Jahren für linke Politik“ stand, wurden neben dem Personal auch neue in-
haltliche Schwerpunkte verabschiedet. So wurden anonymisierte Bewerbungsverfah-
ren im öffentlichen Dienst gefordert und Veränderungen bei Urheberrecht, gerade für
die Verwendung im Internet. Des weiteren setzten sich die Jusos für die verstärkte
Fahndung von Steuerhinterziehern und für eine bessere Unterbringung von Asylbe-
werber/innen ein.

Die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der SPD Sachsen sind der größte poli-
tische Jugendverband in Sachsen. Zurzeit haben die Jusos ca. 1400 Mitglieder, was
bedeutet, dass mehr jedes vierte Mitglied in der SPD ein Juso ist.