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10 Jahre Roland Koch an der Spitze in Hessen - Worte eines unbeliebten Ministerpräsidenten

Allgemein

de.indymedia.org/2008/01/204894.shtml

• "Ich habe manches schon am Frühstückstisch erfahren, was andere erst mühsam lernen mussten." Koch 1997.

• "Ich kenne bis zum heutigen Tag keinen einzigen Vorgang außerhalb der offiziellen Buchhaltung der Christlich-Demokratischen Union." (Am 10. Januar 2000 bei einem Sternsinger-Empfang auf Journalisten-Fragen nach Ungereimtheiten in der Finanzierung der hessischen CDU. Später musste Koch zugeben, dass er an diesem Tag schon Hinweise auf die Schwarzgeldaffäre hatte.)

• "Die Generation, die z.B. heute Abend hier sitzt, die hat die Verpflichtung, wenn es die CDU morgen noch geben soll (...) in der brutalstmöglichen Form aufzuklären (...)." "Roland Koch galt bisher als ein ehrlicher Mann. Ich lege außerordentlich großen Wert darauf, dass jedenfalls die, die versuchen, fair zu sein, nie zu einem anderen Urteil kommen, sonst werde ich mich jedenfalls in der Politik nicht weiter befassen." (Am 14. Januar 2000 in Hofheim bei der Bekanntgabe, dass die hessische CDU seit Ende 1983 eine mehrere Millionen Euro schwere schwarze Kasse in der Schweiz unterhalten hatte.)

• "Das geht nicht! Nein, Herr Präsident, nein! (...) Das ist ja unglaublich! Das ist glatter Rechtsbruch! (...) Herr Präsident, unterbrechen Sie, damit wir das beraten! Das gibt es nicht! (...) Nein, ich mäßige mich nicht! (...) Da ist offensichtlich und gewollt das Recht gebrochen! Das geht nicht! (...) Sie manipulieren eine Entscheidung des Bundesrates! Was fällt Ihnen ein! (...) Herr Präsident, nein." (Am 22. März 2002 im Bundesrat bei der Abstimmung über das Zuwanderungsgesetz der damaligen rot-grünen Bundesregierung. Kurz darauf erklärte der saarländische Ministerpräsident Peter Müller, CDU, dass die Empörung nicht spontan, sondern verabredet gewesen sei. Der Erfolgsregisseur Dieter Wedel äußerte sich daraufhin anerkennend über Kochs schauspielerische Leistung.)

• "Ich habe den Hessen nie angedroht, mein ganzes Leben lang Ministerpräsident sein zu wollen." (Am 10. November 2002 im ZDF auf die Frage, ob er 2005 als Kanzlerkandidat zur Verfügung stehe.)

• "Wir haben zu viele kriminelle junge Ausländer." (Am 28. Dezember 2007 in einem Interview der "Bild"-Zeitung nach einem brutalen Überfall in der Münchner U-Bahn.)

• "Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass es eine sehr aggressive Kriminalität einer sehr kleinen Gruppe von Menschen unter 14 Jahren gibt. (...) In Ausnahmefällen könnten Elemente des Jugendstrafrechts für diese Zielgruppe eingesetzt werden." (Am 13. Januar 2008 in der "Bild"-Zeitung zum selben Thema. Die Äußerung traf auch in der Union auf Kritik.)

• "Ein Satz in einem Interview hat SPD, Grünen und einigen Medien die Möglichkeit eröffnet, mit Blick auf die Kriminalität der unter Vierzehnjährigen zu behaupten, Koch wolle Kinder in Gefängnisse stecken. Die anschließende Diskussion hat mir nicht geholfen." (Am 3. Februar 2008 in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" zu den Gründen der schweren CDU-Verluste bei der Landtagswahl am 27. Januar 2008.)

• "Der Spuk ist vorbei, die hessischen Verhältnisse gibt es nicht mehr." (Koch am 18. Januar, dem Wahltag, zur Regierungsmehrheit für CDU/FDP in Hessen nach einem Jahr unklarer Mehrheiten.)

•"Dass mich's anders besser gefreut hätte, das können Sie sich genauso vorstellen wie alle anderen." (Roland Koch am 5. Februar zu fehlenden Stimmen bei seiner jüngsten Wahl zum Ministerpräsidenten im Februar)

(Frankfurter Rundschau)