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Homann: „Frauentag ist mehr als Rosen verteilen“

Allgemein

SPD fordert Gleichstellung in Job und Wirtschaft.

„Der Internationale Frauentag ist eine Erfolgsgeschichte. Als erste und wichtigste Forderung stand das Frauenwahlrecht Anfang des 20. Jahrhunderts im Mittelpunkt. Dieses wurde 1919 Realität. Die Erfolge des Internationales Frauentages sind eng verbunden mit der Geschichte der Sozialdemokratie. Darauf sind wir zurecht stolz.

Doch der Frauentag ist mehr als Rosen verteilen! Es gibt aber auch heute viel zu tun. Wir müssen die Gleichstellung der Frau in Job und Wirtschaft vorantreiben. Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels brauchen wir gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Es kann nicht sein, dass in Ostdeutschland jede dritte Frau in einem Vollzeitjob weniger als 6,87 Euro pro Stunde verdient, während das nur auf 12 Prozent der Männer zutrifft. Frauen sind damit besonders stark von Lohndumping und damit von sozialer Armut betroffen. Das zeigt auch, dass Frauen besonders stark von der Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns profitieren würden. Dass Frauen in vielen Branchen immer noch schlechter bezahlt werden als Männer in einer vergleichbaren Position ist ein Relikt des letzten Jahrtausends. Hier muss gehandelt werden.“

Eine Umfrage des „Bundesinitiative für Frauen in der Wirtschaft“ hat für 2011 ergeben, dass nur ca. 12 Prozent der Aufsichtsratspositionen der großen deutschen Unternehmen mit Frauen besetzt sind . Damit liegt Deutschland allenfalls im europäischen Mittelfeld. Homann dazu: „Die Selbstverpflichtungen der Wirtschaft wurden nicht eingehalten. Es wird Zeit für eine Frauenquote in der Wirtschaft. In Skandinavien wurde damit sehr gute Erfahrungen gemacht und nicht ein Unternehmen hat des wegen schließen müssen, im Gegenteil. Ich freuen mich, dass nach jahrelanger Ignoranz die Idee auch in Unionskreisen an Unterstützung gewinnt.“