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Dank Gästen aus ganz Deutschland setzt GehDenken deutliches Zeichen gegen Nazis

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Denn: Ein Prozent der Dresdner war und ist nicht genug

Dresden. „Den drei bunten Demonstration des GehDenken-Bündnisses am Wochenende ist es gelungen, ein deutlich wahrnehmbares Zeichen des zivilen Widerstandes gegen den europaweit größten Aufmarsch Rechtsextremer zu setzen“, so das Fazit der Jusos Sachsen.

Ohne die fast 4000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Nah und Fern wäre es jedoch nicht möglich gewesen, die symbolträchtigen Orte im Innenstadtbereich vor den Neonazis zu bewahren. Nur durch die Sternenmarsch-Strategie und breite, deutschlandweite
Mobilisierung konnten die ca. 6800 Neonazis durch die Polizei auf eine Route außerhalb des Innenstadtrings gelenkt werden.

Dass es bei zwischenzeitlich fünf Demonstrationszügen und unübersichtlicher Lage fast durchweg friedlich geblieben ist, führen die Organisatoren auch auf das Zusammenspiel zwischen Anmeldern, Polizei und Demonstranten zurück.

Nicht so friedlich jedoch lief für nicht wenige Demonstranten die Heimfahrt. In inzwischen vier bekannt gewordenen Fällen wurden Heimfahrer von Rechtsextremisten gewalttätig attackiert und bedroht.

Trauriger Eskalationspunkt war der Überfall auf einen mit nordhessischen Gästen besetzten DGB-Bus nahe Jena, bei dem ein Mitfahrer schwer verletzt wurde. Dies ordnet sich nahtlos ein in die heute vom Kulturbüro Sachsen veröffentlichten Zahlen gewalttätiger Übergriffe aus rechtsextremen Kreisen und zeigt erneut, dass diese Bedrohung manifest ist.

Vor diesem Hintergrund fordern wir alle Parteien und Dresdner auf, dass nächste Mal Gesicht gegen alte und neue Nazis zu zeigen. „Denn ein Prozent ist nicht genug“, so Sebastian Vogel, stellvertretender Vorsitzender der Jusos Sachsen und Leiter einer der GehDenken-Demonstrationen.

Grundsätzlich sieht Vogel das Problem auf politischer Ebene in Stadt und Land: „Jahrelange Ignoranz von offizieller Seite ermöglichte hier in Dresden überhaupt erst Demonstrationen mit mehr als 5000 Neonazis aus ganz Europa. Leider sind auch heute noch viele CDU-Politiker gegen diese Einsicht immun.“