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Jusos fordern Reaktion auf Brandanschläge

Pressemitteilung

Auf ihrer Vollversammlung verabschieden die Jusos Mittelsachsen eine Resolution zum Thema und spenden.

Auf ihrer Vollversammlung am gestrigen Sonntag in Bräunsdorf bei Freiberg diskutierten die Jusos Mittelsachsen über die Brandanschläge der vergangenen Wochen im Landkreis. In einer Resolution zum Thema verurteilen die Jusos die Gewalttaten und erklären sich solidarisch mit
den Betroffenen.

In ihrer Resolution fordern die Jusos öffentlich demonstrierte Solidarität und ein stärkeres Engagement im Kampf gegen rechte Gewalttaten. Verschiedene Maßnahmen müssten Hand in Hand gehen. Kurzfristig sei es vor allem wichtig, Straftaten konsequent aufzuklären und Verfahren zügig zum Abschluss zu bringen. Mittelfristig müsse man Möglichkeiten demokratischer Teilhabe verbessern und antirassistische Initiativen stärker fördern. Dazu heißt es in der Resolution: „Die Diffamierung antirassitischen Engagements als linksextrem ist kontraproduktiv und muss beendet werden. Nicht jene, die Rassismus zum Teil der öffentlichen Auseinandersetzung machen Schaden dem Image einer Region, sondern jene, die Nachts losziehen um Andersdenkende mit Gewalt zu überziehen und einzuschüchtern.“

Weiterhin setzten sich die Jusos mit den Kürzungsplänen bei der Jugendarbeit im Landkreis auseinander. Sie lehnen die Pläne ab, welche vorsehen, in Gemeinden unter 5000 Einwohnern die professionelle Jugendarbeit einzustellen und plädieren stattdessen für eine bedarfsgerechte Ausgestaltung welche die gewachsenen Strukturen berücksichtigt und im Dialog mit den Trägern erarbeitet wird.

Nachdem die Delegation für die Landesdelegiertenkonferenz der Jusos Sachsen am 20. November in Döbeln gewählt wurde vereinbarten die Jusos Mittelsachsen eine Spende für die Betroffenen der Brandanschläge. Kay Dramert vom Vorstand dazu: „Leider können wir als Schülerinnen, Schüler und Studierende nur einen begrenzten Beitrag leisten. Wir sind aber überzeugt, dass auch viele kleine Spenden helfen und hoffen darauf, dass sich weitere Gruppen und Privatpersonen an der Spendenaktion der RAA Sachsen beteiligen.“