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Jusos Sachsen fordern Vorfahrt für Menschenrechte

Bundespolitik

Jusos Sachsen positionieren sich gegen Versuche, ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kolumbien zu schließen

Die Jusos wenden sich angesichts des Lateinamerikagipfels der Europäischen Union gegen die Versuche ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kolumbien zu schließen.

"Für Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter ist Kolumbien das gefährlichste Land der Welt. Jährlich gibt es Dutzende Tote durch paramilitärische Einheiten. Aus Gründen der Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen in Kolumbien darf vor dieser Gewaltrepression nicht die Augen verschlossen werden", so Tino Bucksch, Landesvorsitzender der Jusos Sachsen.

2008 hatte die Zahl der getöteten gewerkschaftlich organisierten Opfer bei 49 gelegen, ein Jahr zuvor bei 39 und 2009 bei 36.

Tino Bucksch weiter: "Ein Freihandelsabkommen würde nur wenigen multinationalen Konzernen nutzen, während unzählige kleine und mittelständige Unternehmen und Kleinbauern vor dem Existenzverlust stehen werden. Ein Abkommen, dass so stark zuungunsten der Menschen in Kolumbien wirkt und dabei die Augen vor den massiven Menschenrechtsverletzungen geschlossen werden, ist nicht hinnehmbar."