jusos-Logo

Jusos setzen in Döbeln auf Zukunftsinvestitionen

Landespolitik

Auch Neuordnung des „Freiwilligen Sozialen Jahres“ beschlossen

Auf ihrer diesjährigen außerordentlichen Landesdelegiertenkonferenz in Döbeln haben die Jusos Sachsen einstimmig einen Leitantrag beschlossen, in dem sie sich klar gegen die Kürzungspläne der schwarz-gelben Koalition in Sachsen positionieren. Mit alternativen Vorschlägen zu den Schwerpunkten Bildung, antirassistische Arbeit sowie Wirtschaft und Soziales benannten die Jusos Sachsen ihre Vorstellung einer nachhaltigen Haushaltspolitik und erteilten der blinden Kürzungswut eine klare Absage.

Ebenso wurde ein mittelsächsischer Antrag ohne Gegenstimmen beschlossen, der eine Neuordnung der Freiwilligendienste fordert. Damit stellen die Jusos einen Gegenentwurf zu den Ideen von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder auf. „Wir wollen keine Parallelstrukturen zwischen dem vorhandenen „Freiwilligen Sozialen Jahr“, dass von den Ländern ausgeht und dem neuen Freiwilligendienst, für den sich Frau Schröder ausspricht. Zudem steht für uns außer Frage, dass auch diese Arbeiten gerecht bezahlt werden müssen!“, so Tommy Jehmlich, Vorsitzender der Jusos Mittelsachsen. Nach den bisherigen Plänen soll es wieder eine unterschiedliche Bezahlung zwischen Ost und West geben. Demnach sollen die Freiwilligen im Osten gerade einmal 273 Euro „Taschengeld“ im Monat für ihre Dienste bei 40 Wochenstunden bekommen. Die Freiwilligen in den alten Bundesländern bekommen jedoch rund 20%
mehr.

Neben diesen Positionen beschlossen die Jusos Sachsen einstimmig eine Solidaritäts- und Mobilisierungsposition zum Aufruf des Bündnisses „Dresden-Nazifrei“, eine Reform der Arbeitslosenversicherung und äußerten ein klares Bekenntnis zum Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk.

Als Gastredner konnten die Jusos den SPD-Landesvorsitzenden und Fraktionschef im sächsischen Landtag, Martin Dulig, MdL, gewinnen. Viele weitere Mitglieder des Land- und Bundestages waren anwesend,
wie Wolfgang Tiefensee, MdB, Henning Homann, MdL aus Döbeln, Sabine Friedel, MdL, Dirk Panter, MdL, und Hanka Kliese, MdL um sich die Beschlüsse der Jusos anzuhören und eifrig mit zu diskutieren.

Die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der SPD Sachsen sind der größte politische Jugendverband in Sachsen. Zurzeit haben die Jusos ca. 1450 Mitglieder.