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Landesarbeitskreis Wirschaft und Soziales auf Unternehmensbesuch bei SolarWorld

Kommunales

Am 07.07. trafen sich Mitglieder des Landesarbeitskreis Wirtschaft und Soziales aus ganz Sachsen in Freiberg, um dort dem Unternehmen SolarWorld einen Besuch abzustatten. Nachdem SolarWorld schon im vergangenen September auf dem Energie- und Umweltkongress der Jusos Sachsen präsent war, verbanden wir die Tradition des Landesarbeitskreis Wirtschaft und Soziales gemeinsame Ausflüge in die "Praxis" zu unternehmen mit einem Gegenbesuch bei dem wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmen in Sachsen.

Nach einem kurzen Einblick in die hochtechnischen und sensiblen Produktionsanlagen, hatten wir noch genügend Zeit, unsere Fragen rund um das Unternehmen, dessen Firmenpolitik und regenerative Energie im Allgemeinen loszuwerden. Beachtlich war dabei die Information, dass von SolarWorld zurecht als ein Jobmotor für die Region gesprochen werden kann, nachdem wir erfahren hatten, dass neben den 1.000 am Standort beschäftigten Arbeitnehmerinnen noch
2.000 Arbeitsplätze in Form von Zulieferern und produktionsnahen Dienstleistungen hinzukommen. Damit sind ca. 3.000 Menschen rund um Freiberg auf direkte oder indirekte Weise mit ihrem Arbeitsplatz
an SolarWorld gebunden. Dies ist für ostdeutsche Verhältnisse eine beachtliche Zahl und untermauert den Eindruck, dass wir es mit der regenerativen Energiequellenbranchen in Sachsen definitiv mit einem Wachstumskern zu tun haben. Schattenseiten hat dies aber auch. So erfuhren wir, dass mindestens 25% der Beschäftigten bei SolarWorld
Leiharbeiterinnen seien. Angesichts der Tatsache, dass das Konzept der Leiharbeit dazu dienen soll, Produktionsspitzen auszugleichen, kann bei einem dauerhaften Einsatz von 25% Leiharbeiterinnen an
der Gesamtbelegschaft definitiv von einer Fehlsteuerung gesprochen werden. Erst recht wenn mensch bedenkt, dass es eben immer noch keine gleiche Bezahlung und gleichwertige Behandlung zwischen Stammbelegschaft und Leiharbeiterinnen gibt. Gerade SolarWorld sollte aufgrund der Branche, in welcher das Unternehmen tätig ist, eine Personalpolitik betreiben können, die es ermöglicht, nicht auf 25% Leiharbeiterinnen angewiesen zu sein – es sein denn, dies ist beabsichtigt.