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Obama zum Kandidaten gekürt.

Allgemein

Barack Obama führt die Demokratische Partei der USA in die Präsidentschaftswahl am 4. November. Der Parteitag in Denver bestimmte den 47-jährigen Senator von Illinois offiziell zu ihrem Kandidaten. Die Entscheidung fiel auf Antrag der unterlegenen Bewerberin Hillary Clinton per Akklamation, nachdem zuvor eine Abstimmung nach Einzelstaaten eingeleitet worden war.

Obama ist der erste schwarze Präsidentschaftskandidat in der Geschichte der USA. Bei der Wahl in gut zwei Monaten trifft er auf John McCain, der in der nächsten Woche auf einem Parteitag der Republikaner offiziell nominiert wird. Die Wahl des Kandidaten war der Höhepunkt des dritten Tages der "Democratic National Convention" in Denver.

Obamas Rivalin Clinton hatte zuvor alle Delegierten aufgerufen, die Spannungen und Konflikte des Vorwahlkampfs hinter sich zu lassen und sich geschlossen hinter Obama zu stellen. Die Parteitagsstrategie wollte jeden Eindruck einer Kampfabstimmung vermeiden. Unmittelbar vor seiner Nominierung war Obama in Denver eingetroffen. Er wird morgen zum Abschluss des viertägigen Parteitages in einer Rede unter freiem Himmel seine Nominierung offiziell annehmen. Zu der Veranstaltung im Footballstadion der Stadt werden rund 76.000 Menschen erwartet.

Rede von Biden mit Spannung erwartet

Als nächstes erwartet die Delegierten in Denver die Rede von Senator Joe Biden, den Obama als seinen Vize benannt hat. Biden gilt als gute Ergänzung zu Obama, da er über große Kompetenz beim Thema Außenpolitik verfügt und auch die katholischen Wähler anspricht. Entsprechend wird er die Schwerpunkte seiner Rede setzen, die der Höhepunkt des Abends in Denver werden soll.

Clinton wird auf Einigkeit pochen

Es wird zudem erwartet, dass Biden wie die Ex-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton am Abend zuvor sein Augenmerk auch auf die Schwächen des republikanischen Konkurrenten John McCain legt und die Einigkeit der Demokraten beschwört. Diese Aufgabe wird besonders dem ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton zukommen, der ebenfalls eine Rede hält. Er hatte vor allem in der Vorwahlkampfschlacht zwischen seiner Frau und Obama für die scharfen Töne gesorgt.

Quelle tagesschau.de