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Wie teuer darf „der Sachse“ sein? - Ministerpräsident Stanislaw Tillich käuflich für 8000 Euro

Landespolitik

Die Jusos Sachsen zeigen sich entsetzt über die Praxis der CDU, ihren Ministerpräsident für einen Geldbetrag zur Verfügung zu stellen. Auf dem Zukunftskonvent der sächsischen CDU können interessierte Unternehmen und Lobbygruppen für einen Betrag von 8000 Euro eine Privataudienz des Ministerpräsident erhalten. Bereits ab einem Betrag von 3900 Euro besteht die Möglichkeit, sich in das Grußwort des CDU-Generalsekretärs einzukaufen.

„Es scheint so, als sei die CDU und der Ministerpräsident nicht am Gemeinwohl aller Sächsinnen und Sachsen interessiert, sondern nur daran, was jemand bereit ist, der CDU zukommen zu lassen. Nur wer zahlen kann, darf sprechen. Das hat nichts mehr mit einer Repräsentation des Volkes zu tun, sondern nur noch mit einer Vertretung von zahlungskräftigen Klientelinteressen“, so der Vorsitzende der Jusos Sachsen Tino Bucksch.

Bereits vor einer Woche kam es zu einem ähnlichen Skandal bei der nordrhein-westfälischen CDU, bei der Unternehmen angeboten wurde, für einen Preis von 20.000 Euro, einen Stand und ein Privatgespräch mit dem Ministerpräsidenten Rüttgers zu erhalten. In Folge dessen musste der CDU-Generalsekretär Wüst als Bauernopfer seinen Hut nehmen. „Ich kann nur allen CDU Mitgliedern raten, schon einmal die Bewerbungsunterlagen fertig zu machen. Denn auch hier wird maximal der sächsische Generalsekretär als Alibi herhalten müssen“, so Bucksch abschließend.